CMD-Lexikon

Informieren Sie sich hier über Zusammenhänge, Fachbegriffe, Symptome und ihre Ursachen.

Alveolen

Bläschen (Alveoli dentales = Zahnfach)

Approximalraum

Zahnzwischenraum

ATM

Artikulatio Temporomandibulare (lat.) = Kiefergelenk

Äquilibrium

Gleichgewicht

Balkwill-Winkel

Winkel zwischen Bonwill´schem Dreieck und Kauebene von 20 – 25 °

Belastungsvektor

Beschreibt die Richtung jener Belastung, die zur Läsion einer Gewebestruktur geführt hat. Gegenteil: Therapievektor

Bennet-Winkel

Bezeichnet das Ausmaß der Schwenkbewegung der Balanceseite der Mandibula während der Mahlbewegung der kontralaterlen Seite (Arbeitsseite)

Bonwill´sches Dreieck

Der Abstand des Inzisalpunktes zum Mittelpunkt der Kondylen ist gleich groß wie der Abstand zwischen den Mittelpunkten der beiden Kondylen (= Interkondylarabstand). Dadurch entsteht ein gleichseitiges Dreieck von ca. 10 cm Seitenlänge

Bukkal

Zahnfläche, die zur Wange (Backe) gelegen ist

Camper´sche Ebene

Vom untersten Punkt des linken und rechten Porus acusticus externus zur Spina nasalis anterior. Die Camper´sche Ebene verläuft parallel zur Okklusionsebene

CMD

Cranimandibuläre Dysfunktion

Detrusion

Bewegung des Unterkiefers in die maximale Interkuspidation nach unten

Eckzahnführung

Dynamische Okklusion zwischen Ober-und Unterkiefereckzähnen

Eugnathie

Die normale Ausbildung und Funktion des Kausystems, bei dem keine Entwicklungsstörung vorliegt

Fango

Wärmetherapie aus Naturmoor. Hierbei werden spezielle Stoffe freigesetzt, die die Vasodilatation länger erhalten als die Heißlufttherapie. Sie gehört zur physikalischen Therapie

Frankfurter Horizontale

Vom oberen Rand des Porus acusticus externus zum tiefsten Punkt des Margo infraorbitalis der knöchernen Orbita (entspricht in etwa der Achse-Orbital-Ebene, siehe später). Die Frankfurter Horizontale bildet mit der Camper´schen Ebene einen Winkel von 10 – 15 °

Frontzahnführung

Dynamische Okklusion zwischen Ober-und Unterkieferfrontzähnen

Gingivia

Zahnfleisch

Gruppenführung

Dynamische Okklusion zwischen Seitenzähnen der Laterotrusionsseite

HKP

Habituelle interkuspidation

IKP

Interkuspidation, Schlussbissstellung, die der Patient gewohnheitsmäßig einnimmt

Inkorporiert

Aufgenommen (meist von Toxinen)

Infraokklusion

Zähne, die zu wenig Kontakt zum Gegenzahn haben

Incisivum

Schneidezahnbereich

Kopfbiß

Die Höckerspitzen des Ober- und Unterkiefers treffen aufeinander

Krankengymnastik

Seit 1992 Physiotherapie, da der Beruf des Masseurs der Krankengymnastik zugeführt wurde − nach dem Vorbild der DDR

Krankengymnastik am Gerät

Gezielte Kräftigungstherapie an Maschinen (sogenannten Sequenzgeräten) mit Eigenübungsprogramm für zu Hause. Spezielle Abrechnungsziffer, zu der man spezielle Geräte, eine gesonderte Fortbildung und einen ausreichend großen Raum zugelassen bekommen hat

Kreuzbiss

Die bukkalen Höcker der Unterkieferseitenzähne überragen die des Oberkiefers nach vestibulär

Laterotrusion

Der Unterkiefer bewegt sich aus der maximalen Interkuspidation zur Seite

Lingual

Zahnfläche, die zur Zunge gelegen ist

Mesial

Medial, zur Mitte hin

MKP

Maximale Höcker-Fossa-Stellung, Vielpunktkontakt

Molar

Backenzahn

Offener Biss

Negativer Überbiss, die Frontzähne überlappen einander nicht (kein Kontakt)

Prognathie (maxillär, mandibulär)

Skelettale Vorlage eines Kiefers

Protraktion

Schultergürtelbewegung nach ventral

ODER

Mandibularbewegung nach ventral

Retraktion (physiotherapeut.)

Schultergürtelbewegung nach posterior

Retraktion (zahnmed.)

Der Unterkiefer bewegt sich aus der Protrusionsposition in die maximale Interkuspidation zurück

Retrognathie (maxillär, mandibulär)

Skelettale Rücklage eines Kiefers Rostral Schnabelwärts

Ruheschwebe

Konstante, unbewußte Abstandhaltung des Unterkiefers vom Oberkiefer in aufrechter Körper und gerader Kopfhaltung, bei der sich die Frankfurter Horizontale in waagrechter Lage befindet und die Kaumuskulatur Ruhetonus aufweist (Buchstabe „M“ summen)

Sagitale Stufe

Horizontaler Überbiss in der Front, normal bis 2 mm

Scherenbiss

Die palatinalen Höcker des Oberkiefers überragen die des Unterkiefers nach vestibulär

Shimstockfolie

Metallfolie (4µm pro Lage), wird bei der Testung von Schienen verwendet, wird durch Zahnkontakte fixiert bzw. soll durch die Zahnkontakte gezogen werden können

Spee´sche Kurve

Sphärik der Okklusion in der Sagittalen. Betrachtet man die Höckerspitzen der Unterkieferzahnreihe von vestibulär, bildet die Verbindungslinie der bukkalen Höckerspitzen eine nach unten konvexe Kurve, deren tiefster Punkt in der Gegend des ersten Molaren (= Kauzentrum) liegt

Sprechabstand

Der minimalste Abstand, den die Oberkiefer- und Unterkieferzahnreihen beim Sprechen einnehmen (Buchstabe „S“). Er beträgt ca 2 mm. Ist er kleiner, ist die Vertikaldimension zu hoch, ist er größer, ist die Vertikaldimension zu nieder

Surtrusion

Bewegung des Unterkiefers aus der maximalen Interkuspidation nach oben

Tripodismus

Rastet ein Molarenstampfhöcker in eine Grube ein, wird er von 3 Dreieckswülsten umfaßt. Dadurch entsteht theoretisch ein Dreipunktkontakt, der als Tripod bezeichnet wird

Überbiß

Vertikaler Überbiß in der Front, normal bis 2 mm

Verkehrter Überbiß

Negativer Überbiß. Die untere Front überragt die obere nach vestibulär

Vestibulär

Vorhof, Vorraum zwischen Wangen/Lippen zu den Zahnreihen hin

Wilson´sche Kurve

Sphärik der Okklusion in der Transversalen. Höckerverbindungslinie der Unterkieferseitenzähne in transversaler Richtung. Der Verlauf entsteht dadurch, daß die lingualen Höcker der Unterkieferseitenzähne niedriger liegen als die bukkalen

ZKP

Zentrale Kontaktposition der Zähne, wird bestimmt durch die zentrale Position der Kondylen in der Fossa articularis